Erneuerbare Energie

Solardächer in Deutschland

Deutschland kippt den Solardeckel - Jetzt kommt das Solardach

Anfang des Jahres haben die Branchenverbände Alarm geschlagen: Der Ausbau der Solarenergie drohte zu stoppen. Schuld war die damals noch gültige Deckelung der Solarförderung bei einer Gesamtleistung von 52 Gigawatt. 

Ende Januar 2020 betrug diese bereits 49,6 Gigawatt. Mitte Juni 2020 wurde dieser Punkt nun aus dem EEG gestrichen. Damit ist der Weg frei für einen weiterhin großen Ausbau der Solarenergie in Deutschland.

Überblick

Platz gibt es genug

Nach den Vorstellungen der Politik sollte der Ausbau vor allem in Form von Solardächern erfolgen. Das Potenzial wird derzeit nur mäßig genutzt. 

Während in Städten wie Nürnberg oder Hannover etwa die Hälfte aller Neubauten Solaranlagen auf den Dächern tragen, sind es in München, Düsseldorf oder Hamburg nur 10 Prozent oder weniger. 

Zu diesem Ergebnis kam eine Recherche des Marktforschungsinstituts Statista Hamburg und des Energieversorgers LichtBlick, die im Solarcheck 2020 zusammengefasst wurde

 

Muss die Politik jetzt eingreifen?

Der SPD-Fraktionsvize Mathias Miersch fordert eine Verpflichtung zum Solardach für Neubauten, um das Solarpotenzial in Deutschland besser auszuschöpfen. 

Allerdings müssten dann im Vorfeld noch einige bürokratische Hürden fallen, wie zum Beispiel die Regelung zum Mieterstrom, die bis heute noch einige Hasenfüße bietet. Das soll sich aber mit der Novellierung des EEG 2021 ändern oder zumindest verbessert werden.

 

Förderung

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Wie kann so ein Solardach aussehen?

Grundsätzlich geht es beim Solardach um Vorrichtungen zur Produktion von Solarenergie. Das können Photovoltaikmodule oder Solarthermieanlagen sein. Auf vorhandenen Dächern werden Hausbesitzer in der Regel auf Modelle zurückgreifen, die auf der gedeckten Dachfläche installiert werden. Neubauten bieten mehr Möglichkeiten.

Hier kann die Solaranlage die Dachziegel komplett ersetzen. Optisch kann das, zumindest bei Photovoltaikanlagen, einen Unterschied machen, muss es aber nicht. 

So hat Tesla mit seinem „Solar-Roof“ ein Produkt im Angebot, dass fast wie ein normal gedecktes Dach aussieht und hohe Erträge liefern soll. Sie können auch auf Solardachziegel zurückgreifen. Diese weisen im Vergleich zu „Indach-Solarmodulen“ allerdings oft eine höhere technische Störanfälligkeit und eine schlechtere Energiebilanz aus.

Für wen sich die Installation auf dem Hausdach nicht lohnt, weil zum Beispiel die Ausrichtung nicht passt oder die Umbaukosten zu hoch wären, der kann alternative System nutzen. So bietet der Wintergarten oder die Terrasse Platz für ein Solardach.

Bei einem Neubau ist das Solardach besonders Kosten schonend

Selbstverständlich können Sie auf jedes Dach Solaranlagen montieren. Allerdings sind diese dann nur so effizient, wie es der Standort eben zulässt. Wie viel Ertrag eine Anlage einbringt, hängt nämlich von der Ausrichtung und der Dachneigung ab. Diese Faktoren können Sie beim Neubau unter Umständen besonders berücksichtigen.

Die Summe, die Sie normalerweise für das Eindecken mit Dachziegeln veranschlagt hätten, übertragen Sie direkt auf die Solaranlage. Diese wird dadurch günstiger, als wenn Sie auf einem vorhandenen Dach mit zusätzlichen Umbaumaßnahmen installiert wird.

Auch die technische Infrastruktur, wie zum Beispiel die notwendigen Leerrohre für die Verkabelung vom Dach bis zum Keller ist beim Neubau sehr kostengünstig realisierbar. Es lohnt sich also, das Solardach für das Eigenheim vom Experten durchrechnen zu lassen und mit den Kosten für ein normales Dach zu vergleichen.

 

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Wird das Solardach gefördert?

Sowohl bei der KfW-Bank als auch beim BAFA erhalten Sie für Solarthermieanlagen Fördermittel. Die direkte Förderung für Photovoltaik ist in Deutschland die Einspeisevergütung. 

Bei der KfW-Bank können Sie im Programm 270 ein zinsgünstiges Förderdarlehen für die Errichtung von Anlagen, die Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien produzieren beantragen. Zusätzlich können Sie sich Batteriespeicher für eine Photovoltaikanlage bezuschussen lassen.