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Schnell und günstig: Die besten Ladestrategien für Ihr Elektroauto

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Sie möchten Ihr E-Mobil zu Hause laden? Dann haben wir hier wertvolle Tipps für Sie

Ein Vorteil eines Elektroautos ist, dass man damit nicht mehr zwingend zur Tankstelle muss. Vorausgesetzt man hat die Möglichkeit, eine Ladestation zu Hause zu installieren.

Dann stellen Sie Ihr Auto einfach abends ab, schließen es an den Strom an und fahren morgens mit frisch geladenen Batterien wieder los. Besonders komfortabel gelingt Ihnen das mit einer Wallbox. Wenn Sie sich dazu noch den passenden Stromtarif sichern, wird das Ganze so richtig günstig.

Doch das Angebot ist groß und verwirrend. Wir erklären, worauf Sie bei der Anschaffung einer Wand-Wallbox achten sollten.

Überblick

Folgen Sie uns durch den Wallbox-Dschungel:

Vielleicht reden wir zunächst einmal darüber, warum man sich überhaupt eine Wallbox zulegen sollte. Theoretisch könnten Sie Ihr Auto einfach an die normale Steckdose hängen. Theoretisch, denn dieses Konzept funktioniert nur für Menschen mit viel Zeit.

Ein Auto über eine Steckdose mit 220 V und maximal 2 kW zu laden dauert Stunden – genauer 10 bis 12 Stunden. So viel Zeit haben Sie nicht? Dann installieren Sie sich eine Wallbox. Diese wird mit dem heimischen Starkstromanschluss vernetzt. 

Mit Ladeströmen von 11 kW bis 44 kW reduziert sich die Ladezeit auf drei bis sogar nur eine Stunde. Schnellladestationen schaffen es, den Auto-Akku in beachtlichen fünf bis zehn Minuten vollzutanken. So lässt es sich doch schon viel komfortabler laden und das Auto kann selbst bei einem kurzen Stopp zu Hause ans Netz genommen werden, mit spürbaren Ladeeffekten.

wallbox-ladestrategie

CHAdeMO, CSS oder Typ-2 Stecker: Welcher passt wofür?

Neben der kW-Stärke müssen Sie auch darauf achten, dass die Wallbox Ihrer Träume über die richtige Steckdose verfügt. Diese muss in erster Linie zu Ihrem Auto passen. Manche Fahrzeuge sind jedoch auf mehrere Steckervarianten ausgelegt, dann haben Sie die Wahl: 

Es gibt verschiedene Varianten, vom in Deutschland weitverbreiteten Typ-2-Stecker über den CHAdeMO-Schnellladestecker, der aus Japan kommt, bis zur deutschen Schnellladeversion dem CSS-Stecker. Wer sichergehen will, auch bei einem Fahrzeugwechsel die passenden Steckdosen zuhaben, kauft sich eine Wallbox, die universell einsetzbar ist und verschiedene Steckervarianten aufnimmt.

Diese Punkte sollten Sie zusätzlich bei Kauf einer Wand-Wallbox beachten

  • Wenn Sie die neue staatliche Förderung für Wallboxen nutzen wollen, müssen Sie zwingend auf ein Modell mit 11 kW zurückgreifen. Sie können schnellere Systeme aber auch drosseln lassen, um in den Genuss des Zuschusses zu kommen.
  • Modelle mit mehr als 11 kW Ladeleistung müssen zwingend von Ihrem Netzbetreiber genehmigt werden. Modelle bis 11 kW Ladeleistung müssen Sie lediglich anmelden.
  • Leben Sie in einem Mehrparteienhaus, benötigen Sie vor der Installation die Zustimmung der Hausgemeinschaft.
  • Auch als Mieter eines Einfamilienhauses dürfen Sie die bauliche Veränderung nicht einfach vornehmen, sondern müssen sich erst die Erlaubnis Ihres Vermieters einholen.

Was ist sonst noch sinnvoll bei einer Wand-Wallbox?

Achtung bei geförderten Wallboxen herrscht keine freie Wahl des Stromtarifs

Wenn Sie eine Wallbox in einem für andere Personen zugänglichen Bereich installieren wollen, beispielsweise in einem Carport oder einer Mehrfachgarage, ist ein verriegelbares Modell sinnvoll. 

Damit ist ein Fremdbezug Ihres Stroms ausgeschlossen. Besonders komfortabel sind Modelle mit fest installiertem Ladekabel. Hier stecken Sie Ihr Auto einfach an und sparen sich den zusätzlichen Griff in den Kofferraum.

Möchten Sie den Kauf einer Wallbox mit dem KfW-Zuschuss finanzieren, dann verlangt der Gesetzgeber den Nachweis über den Bezug aus einem Ökostromtarif für diese Installation. 

Allerdings herrscht für Kunden, die derzeit noch in einem anderen Vertragsmodell gebunden sind, Kulanz. Sie müssen dann lediglich so schnell wie möglich kündigen und den nächsten Vertrag mit Ökostromtarif abschließen.

So laden Sie besonders günstig

Die Wallbox ist installiert und das E-Auto kann bequem zu Hause aufgeladen werden. Jetzt geht es darum, die Kosten zu minimieren. Dafür sollten Sie sich nach speziellen Stromtarifen bei ihrem örtlichen Versorger erkundigen. Wenn Sie das E-Auto als „unterbrechbare Verbrauchseinrichtung“ anmelden, sparen Sie bis zu 5 Cent pro kWh. Im Gegenzug darf der Stromanbieter die Stromzufuhr bei einer Netzüberlastung kurz aussetzen. Wer sein Auto sowieso über Nacht ans Ladegerät hängt, sollte damit keine Probleme haben.

Gut zu wissen: Planen Sie das Auto über einen Sonderstromtarif zu laden, dann benötigen Sie dafür einen eigenen Stromzähler. Hierfür fallen zusätzliche Kosten an. Ob sich der Aufwand eines Wechsels lohnt, prüfen Sie, indem Sie die Kosten für die Installation und den Betrieb den Einsparungen durch den günstigeren Stromtarif gegenrechnen. Eine weitere Möglichkeit, günstig zu laden, ist es, den Strom über eine heimische Photovoltaikanlage zu beziehen. Das klappt natürlich nur, wenn Sie Ihr E-Mobil auch tagsüber laden können. Strom aus einer Photovoltaikanlage, den Sie direkt verbrauchen, kostet in der Regel nur halb so viel wie Stromaus dem Versorgungsnetz.

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