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DC-Ladestation

DC-Ladestation: Ultraschnelles laden für zu Hause. Das E-Mobil mit DC-Technik schneller laden.

So funktioniert die DC-Wallbox.

DC-Ladestation – der Turbolader kommt ins Eigenheim

Erste
Schnell-Ladestationen
für den Hausgebrauch

Eigentlich ist es müßig zu wiederholen, wo die Tücke bei der Elektromobilität liegt, denn jeder weiß es: Es ist die Ladezeit des Akkus, die, zumindest im häuslichen Umfeld, nach wie vor viele Stunden beträgt. Doch mittlerweile gibt es Ladesysteme, die das leere E-Mobil in wenigen Minuten wieder auf die Straße zurückschicken können. Eine Grundvoraussetzung dafür ist der Bezug von Gleichstrom mit einer DC-Ladestation.

Überblick

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Was ist eine DC-Ladestation?

Bei der DC-Ladestation steht das DC für Direktstrom beziehungsweise Gleichstrom. Unser normales Haushaltsstromnetz beruht auf Wechselstrom (AC). Das bedeutet, die Polarität und damit der Stromfluss wechselt in periodischen Abständen. Deswegen können Sie einen Schukostecker auch niemals verkehrt herum in die Steckdose stecken.

Batterien oder Akkus besitzen einen Minus- und einen Pluspol und stellen damit eine Gleichstromquelle dar. Um einen Akku zu laden oder Geräte, die mit Batterien betrieben werden über das Haushaltsstromnetz zu betreiben, benötigen Sie einen Wandler, der den Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt.

Den Akku eines E-Mobils können Sie mit Wechselstrom über eine AC-, als auch mit Gleichstrom über eine DC-Ladestation laden.

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Laden mit Gleichstrom aus dem öffentlichen Netz, wie geht das denn?

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie funktioniert eine DC-Ladestation oder DC-Wallbox, wenn ihr doch in der Regel nur Wechselstrom zur Verfügung steht? Dafür müssen wir den Unterschied zwischen einem AC-Ladevorgang und einem DC-Ladevorgang betrachten.

Beim AC-Ladevorgang wird der Wechselstrom über das fahrzeug-interne „Onboard-Ladegerät“ in Gleichstrom umgewandelt. Bei der DC-Wallbox und DC-Ladestation erledigt diesen Job die Ladesäule selbst. Der Strom fließt also direkt aus der Ladestation in den Akku. Weil die DC-Ladestation viel leistungsfähiger ist, als das Onboard-Ladegerät, können dabei auch höhere Stromstärken zum Einsatz kommen.

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Was lädt schneller DC oder AC?

Diese Frage ist eindeutig zu beantworten: DC-Ladestationen sind die Turbos unter den Ladegeräten. Sie reduzieren stundenlanges Laden auf Minuten. Das liegt ganz einfach daran, dass der Strom nicht mehr den Umweg über das Onboard-Ladegerät nehmen muss. Die sind nämlich in den allermeisten Fällen der limitierende Faktor für die Ladeleistung.

Wenn das interne Ladegerät nur 7,5 KW schafft, dann nutzt es nichts, mehr Strom anzuhängen, der Ladevorgang wird nicht schneller. Anders bei einer DC-Ladestation. Diese speist den Strom direkt in den Akku des Fahrzeugs ein. Mit einer 50 KW DC-Ladestation laden Sie Ihr Fahrzeug in etwa einer halben Stunde wieder voll auf. DC-Ladestationen mit 150 KW bis 300 KW schaffen das in 10 Minuten. Wie schnell es dann in der Praxis wirklich geht, hängt aber schlussendlich vom Fahrzeug selbst ab.

Hier zeigen sich teilweise erhebliche Unterschiede. Bevor Sie sich also für ein DC-System entscheidet, sollten Sie zunächst einmal die Gebrauchsanweisung des Herstellers studieren, und nachlesen, was Sie erwarten können.

Was kostet eine DC-Ladestation?

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Im Moment werden DC-Ladestationen meistens im öffentlichen Raum oder auf Firmengelände verbaut. Erste Modelle sind nun aber auch für den Hausgebrauch zu erwerben.

Die Anschaffungskosten sind allerdings noch sehr hoch und liegen im 5-stelligen Bereich. Für den Privatanwender ist das in den meisten Fällen noch zu teuer.

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Und was ist jetzt besser, DC oder AC?

Diese Frage kann man nur im persönlichen Kontext beantworten. Wenn es Ihnen besonders wichtig ist, Ihr Fahrzeug ultraschnell zu laden, dann ist die DC-Ladestation eine tolle Sache. Unternehmen mit einem Fuhrpark, der schnell verfügbare Fahrzeuge beinhaltet, nutzen die Technik bereits.

Wenn DC-Ladestationen und DC-Wallboxen sich zukünftig auch im Heimbereich etabliert haben und günstiger werden, dann könnten sie für Berufspendler eine tolle Sache sei. Wer täglich weite Strecken zurücklegt und am Abend den leeren Akku noch mal kurz auffrischen will, um ins Fitnessstudio zu fahren oder auszugehen, weiß den Zeitvorteil einer DC-Ladestation zu Hause zu schätzen.

Eine DC-Ladestation kann auch sinnvoll sein, wenn es darum geht mehrere Elektrofahrzeuge über einen kurzen Zeitraum zu laden. Sie sparen sich mit einem Schnellladegerät weitere Ladeanschlüsse, weil Sie die Fahrzeuge ohne Probleme nacheinander laden können. Dieses Szenario ist zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus denkbar, wo die Eigentümergemeinschaft eine einzige DC-Ladestation für die Tiefgarage anschafft, die jeder nutzen kann, statt lauter Einzelgeräte zu installieren.

Aktuell werden die sehr hohen Anschaffungskosten jedoch wohl die meisten vom Kauf einer DC-Wallbox oder DC-Ladestation abschrecken. Bei Investitionskosten ab 12.000 Euro hängt man sein Fahrzeug doch lieber etwas länger an eine heimische AC-Wallbox. Außerdem erhalten Sie bei einer Wallbox bis 11 KW derzeit auch eine staatliche Förderung von 900 Euro. Das entspricht ziemlich genau den Anschaffungskosten und somit bekommen Sie die Ladebox praktisch geschenkt.

Trotzdem sollte man die Entwicklung im Auge behalten. Elektrofahrzeuge sind die Zukunft und bekanntlich bestimmt die Nachfrage auch das Angebot. Wenn in wenigen Jahren viele Menschen Ihre E-Mobile schnellladen wollen, dann wird auch die Stunde der DC-Wallboxen für zu Hause schlagen.