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Der Strommarkt der Zukunft ist dynamisch und ganzheitlich. Was Sie jetzt darüber wissen sollten, um geschickt am Markt zu agieren, lesen Sie bei uns!

Strommarkt der Zukunft – interaktiv, dynamisch, holistisch

Warum erneuerbare Energien auch ein neues Marktkonzept benötigen

Wenn wir langfristig im Einklang mit unserer Umwelt Energie produzieren wollen, müssen wir Kernkraftwerke und fossile Kraftwerke abschalten. Stattdessen können wir umweltverträglichen Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Dieser Prozess der Neuausrichtung unseres Energiemarktes wurde schon vor mehr als 30 Jahren mit der Energiewende begonnen.

Heute sind Solaranlagen, Biomassevergaser, Wind-, oder Wasserkrafträder längt Realität. Aber tragen unser Stromnetz und unser Strommarkt das Konzept der erneuerbaren Energien auch vollumfänglich mit? Vieles musste und muss sich noch mit der sauberen Green-Energy ändern.

Auslaufmodell fossile Energie – Deutschland macht sich auf zu neuen Ufern

Das wir nicht länger Erdöl verschwenden und Kohle verbrennen sollten, liegt auf der Hand. Es verschmutzt die Umwelt mit CO2 und giftigen Abgasen und beutet wertvolle endliche Ressourcen aus. Kernenergie ist zwar in ihrer CO2-Bilanz besser, bringt aber das Problem der Endlagerung mit sich. Deswegen treibt die Regierung seit vielen Jahren schon die Energiewende, weg von fossiler und atomarer Energie hin zu erneuerbarer Energie, an. Dabei geht es nicht nur um Strom, auch Wärme und Mobilität werden in den Begriff eingeschlossen.

Mit zahlreichen Förderungen macht Vater Staat seinen Bürgern die neue Technik schmackhaft. Damit die großen Stromversorger konkurrenzfähig bleiben, werden im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ausgeklügelte Umlagesysteme rechtlich verankert. Am Ende des Tages bezahlen wir so alle für die Energiewende. Die Klugen nutzen jedoch attraktive Subventionen und satteln jetzt auf umweltfreundliche Technik um.

Wo liegt der Knackpunkt der Energiewende?

Wer denkt, man könne einfach Kernkraftwerke abschalten und stattdessen Windräder aufstellen, der irrt. Ganz so einfach funktioniert das alles nämlich nicht. Unser Stromnetz müssen wir uns wie einen großen See vorstellen. Aus unterschiedlichen Quellen in ganz Europa fließt Strom hinein und wird an anderen Stellen wieder entnommen. Der Pegel des Sees ist die Stromfrequenz, die bei 50 Hz liegt. Diese Frequenz muss immer gleich bleiben, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht. Wird viel Strom entnommen, muss auch viel produziert werden. Wird wenig genutzt, wird die Produktion dagegen gedrosselt.

Mit Kraftwerken ist das recht einfach zu bewerkstelligen. Aber erneuerbare Energie aus Wind oder Sonne kann nicht genau dann produziert werden, wenn wir sie brauchen. Deshalb wird die Infrastruktur umgebaut und zusätzliche Stromspeicher errichtet. Der Stromhandel bekommt damit eine neue Komponente, denn nun können wir Strom auf Vorrat kaufen oder zu Hochbedarfszeiten gezielt verkaufen. Der Strompreis ist dynamisch. Strom wird heute an der Strombörse gehandelt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie bei uns.

Strom als Handelsgut – Wie funktioniert der Strommarkt?

Früher erfolgte die Bezahlung von Energie nach dem Kapazitätsmarktmodell. Energieerzeuger wurden für die Zusage einer Energieproduktion bezahlt, unabhängig davon, ob die Energie wirklich auch erzeugt wurde. Frankreich hat dieses System noch heute. Es führt zu hohen Vorhaltekapazitäten, denn die Energieerzeuger müssen garantieren auch Versorgungsspitzen zu bedienen. Die dazu nötigen Kraftwerke haben also ein Vielfaches an Produktionspotenzial als sie wirklich bräuchten.

Im Zuge der Energiewende haben wir in Deutschland den Strommarkt auf das Energy-Only-Marktprinzip umgestellt. Hierbei wird der tatsächlich produzierte Strom vergütet. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Was das im Einzelnen für Markteffekte hat und welches Modell welche Vor- und Nachteile mit sich bringt, lesen Sie bei uns.

Die Sektorenkopplung - Warum gibt es das eigentlich erst jetzt?

Die Energiewende birgt mit der Verlagerung auf erneuerbare Energien die Problematik, dass Strom nicht immer dann produziert werden kann, wenn er tatsächlich benötigt wird. Die Sektorenkopplung ist ein sehr ambitionierter Lösungsansatz, um dieser Herausforderung zu begegnen. Dafür betrachtet man die Sektoren, Strom, Wärme, Kälte, Verkehr und Industrie in einem ganzheitlichen holistischen Ansatz. Überschüssiger Strom wird nicht nur einfach als Elektrizität gespeichert, sondern kann auch bei Bedarf in Wärme oder Treibstoff umgewandelt werden.

Das ist ziemlich clever und spannt einen großen Fächer neuer Möglichkeiten auf. Ziel der Energiewende ist es, die Sektorenkopplung zu perfektionieren, um am Ende ein perfektes System im Gleichgewicht zu erzeugen.

Übrigens funktioniert die Sektorenkopplung auch im Kleinen bei Ihnen zuhause. Zum Beispiel wenn Sie mit einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen oder wenn Sie statt einem Batteriespeicher einen chemischen Speicher nutzen, wie ein „Power to Gas-System“.

Agora-Energiewende: Mit Expertenwissen und Weitblick neue Wege bestreiten

Neue Energiekonzepte erfordern frische Ideen. Dies hat sich die gemeinnützige GmbH Agora Energiewende zur Aufgabe gemacht. Die Denkfabrik beschäftigt sich mit allen möglichen Fragestellungen rund um die Energiewende. Sie erstellt Studien und Statistiken und berät die Bundesregierung mit Vorschlägen zur Verbesserung der Energiepolitik. Sie will die Akzeptanz in der Bevölkerung fördern, einen auf die neuen Bedarfe abgestimmten Strommarkt vorantreiben oder Wege zu mehr Effizienz finden. Die Agora ist bei allem was neue Energien angeht tief im Thema.

Wollen Sie mehr über die spannenden Vorschlägen und Ergebnissen der Agora-Engergiewende GmbH erfahren, dann lesen Sie jetzt weiter.