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Erneuerbare-Energien-Gesetz erklärt: So viel bekommen Sie wirklich für Ihren Strom. 

Einspeisevergütung und EEG-Umlage für Hausbesitzer erklärt.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz: Energiewende in Deutschland staatlich reguliert

So viel Geld ist für Sie drin: Einspeisevergütung und EEG-Umlage einfach erklärt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz kurz EEG trat zum ersten Mal am 1. April 2000 in Kraft. Es befasst sich mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Zuvor gab es das Stromeinspeisungsgesetz, das von 1991 bis 2000 gültig war.

Zentrale Bestandteile des EEG sind das Vorrangprinzip für erneuerbare Energien und deren Definition und das Ausgleichsprinzip zur Regulierung der Kosten, die dem Netzbetreiber durch die Abnahmeverpflichtung von Strom aus erlernbaren Quellen entstehen.

Für Sie als Eigenproduzent ist es wichtig, dieses Ausgleichsprinzip zu verstehen. Nur so können Sie darüber entscheiden, inwieweit sich die Anschaffung von erneuerbarer Energietechnik im häuslichen Umfeld lohnt.

Welche Ziele verfolgt das EEG?

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz will die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2050 auf 80 Prozent vorantreiben. Deswegen schreibt das Gesetz vor, dass die Netzbetreiber den Strom, der zum Beispiel aus privaten Photovoltaikanlagen gewonnen wird, abnehmen müssen und das zu einem definierten Festpreis. Dieser Festpreis ist die Einspeisevergütung.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung derzeit?

Jedes Jahr wird die Höhe der Einspeisevergütung neu festgelegt. Die Tendenz der Einspeisevergütung ist sinkend. Wenn Sie sich heute eine Solarstromanlage installieren, dann bekommen Sie den aktuellen Preis für 20 Jahre fest garantiert ausgezahlt und sind damit unabhängig von einer fallenden Einspeisevergütung. Im Oktober 2020 liegt die Einspeisevergütung bei 8,64 Cent pro kWh und für Anlagen unter 10 kWp.

In früheren Jahren lag die Einspeisevergütung deutlich höher. Wer jetzt meint, dass Besitzer von älteren Anlagen automatisch viel mehr Geld erhalten, liegt nicht unbedingt richtig. Denn moderne Anlagen produzieren auch wesentlich mehr Strom. Zudem sind die Preise für die Solarmodule gefallen und damit amortisiert sich eine Anlage auch schneller. Ob sich das ausgleicht und ob es sich heute noch lohnt, den Strom einzuspeisen, erklären wir in unseren Ratgebern.

Und was ist die EEG-Umlage? Mehr Informationen zur Energiewende und deren Kosten erhalten Sie bei uns.

Die EEG-Umlage ist ein Ausgleichsfaktor, der ebenfalls im EEG geregelt wird. Auch dieser Wert wird jedes Jahr neu definiert und liegt für 2021 bei 6,5 Cent. Die EEG-Umlage erhalten Stromanbieter, die dazu verpflichtet sind, Strom aus erneuerbaren Quellen abzunehmen. Sie ist wichtig, da die Anbieter auf dem freien Strommarkt viel weniger Geld zahlen würden als die Einspeisevergütung. Die EEG-Umlage wird von allen Stromkunden gleichermaßen gezahlt. Somit tragen alle Bürger Deutschlands die Kosten für den Ausbau der Energiewende mit.

Was ist erneuerbare Energie

Im EEG ist genau beschrieben, welche Energiequellen unter die Förderung als erneuerbare Energie fallen. Das sind:

  • Wasserkraft
  • Windkraft
  • Solarenergie
  • Geothermie
  • Biomasse

Diese Energiearten werden vom Bund speziell gefördert. Zum einen über die Einspeisevergütung, zum anderen werden aber auch Anlagen zur Energiegewinnung subventioniert. Die Förderprogramme können sich auch auf ergänzende Technik beziehen, zum Beispiel auf die Batteriespeicher bei Photovoltaikanlagen. Leider ist es nicht ganz einfach, die richtige Förderung für sein Projekt zu finden. Sowohl die KfW-Bank als auch das BAFA bieten unterschiedliche, aber auch ergänzende und sogar voneinander abhängige Programme an und als Laie steht man hier schnell im Förderdschungel. Zudem müssen Sie Abläufe und Bedingungen berücksichtigen sonst fließt am Ende kein Geld.

Welche Fördermodelle Sie für Ihr Energiekonzept nutzen können, um die Investitionskosten zu senken, lesen Sie bei uns nach.

Ausblick: Das EEG wird 2021 novelliert

Das EEG erfährt in regelmäßigen Abständen eine Novellierung. Zuletzt erfolgte diese im Jahr 2017. Aktuell diskutiert die Bundesregierung eine Neuauflage des EEG, die zum 1. Januar 2021 in Kraft treten soll. Neue Ziele darin sind zum Beispiel:

  • CO2-Neutralität bei der Stromproduktion
  • Die Umsetzung des Klimaschutzpakets 2030
  • Der Einstieg in die Post-Förder-Ära

Allerdings wird der Entwurf derzeit heiß diskutiert sowohl medial als auch vor dem Hintergrund der geltenden EU-Richtlinien.

Was genau alles im neuen EEG-2021 steht und warum es nicht überall auf Gegenliebe stößt, das erfahren Sie bei uns.