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KfW-Förderung für Immobilien – fit für die Zukunft mit Geld vom Staat

KfW-Förderung für Immobilien –
fit für die Zukunft mit Geld vom Staat

Ein eigenes Haus bedeutet nicht nur ein Dach über den Kopf. Es ist Heimat für Ihre Familie, ein persönlicher Rückzugsort und Ihre Vorsorge fürs Alter. Doch gerade beim letzten Punkt müssen die Parameter stimmen, sonst wird der Traum vom finanziell gesicherten Ruhestand schnell zum Albtraum.

 

Jetzt den Energiestandard Ihrer Immobilie überprüfen und aufrüsten

Wenn man sich die Entwicklung der letzten 40 Jahre ansieht, stellt man fest: Die Wohnnebenkosten sind um fast 200 Prozent gestiegen. Geschuldet ist das zu großen Teilen den Energiepreisen. Strom und Wärme sind die Treiber auf Ihrer Monatsrechnung. Damit diese Entwicklung gebremst wird, sollten Sie jetzt Ihre Immobilie auf deren Energieverbrauch checken. Wie das genau funktioniert, lesen Sie bei uns nach.

 

Viele Immobilien sind nicht mehr zeitgemäß ausgestattet

Eine veraltete Ölheizung im Keller, zweifach oder gar nur einfach verglaste Fenster, schlecht gedämmte Fassaden, Kältebrücken und veraltete Heizkörper, das sind die häufigsten Mängel, die ein Haus zur Energiefalle werden lässt. Für all diese Punkte gibt es moderne technische Lösungen. Allerdings sind die teils mit enormen Investitionskosten verbunden. Das kann sich nicht jeder leisten.

Die erfreuliche Nachricht ist, dass dem deutschen Staat sehr viel an der energetischen Sanierung von Immobilen gelegen ist. Diese gehören nämlich zu den größten CO2-Emittenten. Wenn Deutschland seine Klimaziele mittelfristig erreichen will, müssen die Immobilien des Landes saniert werden. Daher gibt es derzeit umfassende Förderungen energetischer Sanierungen, zum Beispiel über die KfW-Bank. Welche das genau sind, erklären wir im Detail.

 

Der KfW-Zuschuss – ein Modell mit vielen Möglichkeiten

Bei der KfW können Sie als Immobilienbesitzer zwischen zwei Fördervarianten wählen:

  • Die erste Möglichkeit besteht in einer Fremdfinanzierung. Hier entscheiden Sie sich für einen günstigen KfW-Kredit. Für einige dieser Förderkredite gibt es zusätzlich einen Tilgungszuschuss. Voraussetzung ist der sachkundige Nachweis über die erfolgreiche Umsetzung bestimmter energetischer Maßnahmen. Den Tilgungszuschuss bekommen Sie allerdings nicht ausgezahlt, sondern er verringert Ihre Restschuld.
  • Sie möchten lieber keinen Kredit bei der KfW aufnehmen und suchen nach einem Direktzuschuss. Auch hier bietet die KfW-Bank zahlreiche Förderprogramme an. Die Bedingung für den Erhalt der Fördermittel ist wieder, die erfolgreiche Umsetzung der geförderten energetischen Maßnahmen.

Welches Modell für Sie besser ist, hängt von Ihren individuellen Voraussetzungen ab. Wir helfen diese zu identifizieren, um eine Entscheidungsgrundlage zu bilden.

 

Das KfW-Effizienzhaus: je sparsamer, desto besser

Bei vielen Förderprogrammen ist die Erreichung eines bestimmten KfW-Effizienzhausstandards maßgeblicher Bewertungsfaktor für die Förderhöhe. Je besser die Einstufung, desto mehr Geld gibt es. Die Bewertung orientiert sich dabei am gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandard des Energiebedarfs für Neubauten, nachzulesen in der EnEV (Energieeinsparverordnung).

Die Kennziffer des KfW-Effizienzhauses gibt an, wie viel Prozent die Immobilie von diesem zugelassenen Wert tatsächlich verbraucht. Ein KfW-Effizienzhaus 55 benötigt demnach nur 55 Prozent des, laut EnEV definierten, zulässigen Energiebedarfs für Neubauten. Ein KfW-Effizienzhaus 80 benötigt dagegen viel mehr Energie, nämlich 80 Prozent.

Deswegen gilt: Je kleiner die Kennzahl des Effizienzhauses, desto sparsamer ist es und desto höher fällt auch die Förderung aus.

 

Aufgepasst: Nicht jede Effizienzhausstufe wird gefördert

Wenn Sie heute einen Neubau kaufen wollen, dann ist es üblich, dass dieses mindestens die KfW-Effizienzhausstufe 70 aufweist. Die Vorschriften aus der EnEV entsprechen also bei Weitem nicht der Realität am Wohnungsmarkt. Eine Förderung des Bundes gibt es deshalb für Neubauten nur für die Stufen 55, 40 und 40 Plus.

Bestandsbauten erhalten von der Stufe 55 bis 115 eine Förderung. Da Denkmäler oft speziellen baulichen Anforderungen unterstehen und gerade im Hinblick auf Fassadendämmung und Fenster nicht beliebig saniert werden können, gibt es hierfür eine eigene Einstufung: das KfW-Effizienzhaus Denkmal. Die Anforderungen sind weniger streng.

Wir erklären die Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen und welche Maßnahmen jeweils gefördert werden.

 

Keine Lust auf Schulden: Förderprogramme mit Direktzuschuss im Überblick

Beim Direktzuschuss wird dem Antragsteller das Geld auf Konto ausgezahlt. Sie können damit zum Beispiel angefallene Rechnungen begleichen aber auch Zwischenfinanzierungen bei anderen Banken tilgen. Folgende Fördergelder gibt es:

  • Baukindergeld: Mit dem Förderprogramm 424 erhalten Immobilienneubesitzer eine staatliche Prämie in Höhe von 1.200 € pro Jahr und Kind. Achtung! Dieses Förderprogramm läuft zum 31.12.2020 aus. Wer allerdings den Kaufvertrag vorher noch unterzeichnet, kann bis 2023 das Baukindergeld beantragen.
  • Sanierung von Bestandsbauten oder Kauf von saniertem Wohnraum: Hier erhalten Sie im KfW-Programm 430 maximal 48.000 € Direktzuschuss pro Wohneinheit. Die genaue Höhe hängt von der Effizienzhausstufe des Gebäudes ab.
  • Sachverständigenkosten: Es gibt so viele Möglichkeiten eine Immobilie energetisch hochwertig zu bauen oder zu sanieren. Da ist fachkundiger Rat wichtig. Die KfW-Bank fördert die Baubegleitung durch einen Experten im Programm 431 mit bis zu 4.000 € pro Wohneinheit. Dieses Programm ist an die Förderprodukte 151/152, 430 und 153 gekoppelt.

 

 

Niedrige Zinsen und Tilgungszuschuss – attraktive Förderkredite

Anders als beim Direktzuschuss erhält man bei diesen KfW-Programmen kein Geld aufs Konto. Man muss zwingend einen KfW-Kredit für die Umsetzung energetischer Maßnahmen beantragen. Sind diese nachweislich erfolgreich abgeschlossen, verrechnet die KfW-Bank die Fördergelder als Tilgungszuschuss mit der Kreditsumme. Die Restschuld und die Zinslast werden dadurch kleiner. Diese KfW-Kredite werden angeboten:

  • Sanierung einer Bestandsimmobilie zum KfW-Effizienzhaus: Im Programm 151 erhalten Sie maximal 120.000 € Darlehen und 48.000 € Tilgungszuschuss pro Wohneinheit. Die genaue Höhe ist abhängig von der erreichten Effizienzhausstufe.
  • Möchten Sie nur einzelne energetische Maßnahmen durchführen, ist das ebenfalls möglich. Hierfür können Sie maximal 50.000 € Kredit aufnehmen und bekommen bis zu 10.000 € Tilgungszuschuss.
  • Sie möchten eine Neubauimmobilie kaufen oder selbst bauen, die den KfW-Effizienzhausstandard 40, 40 Plus oder 55 hat? Dann ist das KfW-Programm 153 für Sie das Richtige. Sie erhalten maximal 100.000 € als Darlehen und bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss pro Wohneinheit. Auch hier fällt die Förderung höher aus, je besser der KfW-Effizienzhausstandard ist.

Einen genaueren Überblick über die einzelnen Programme erhalten Sie bei uns.

 

Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren staatlichen Zuschüssen

Die KfW-Bank bietet Ihnen mit den Programmen 167 und 270 die Möglichkeit eines Ergänzungskredites, wenn Sie eine Förderung über das BAFA (Bundesamts für Wirtschaft und Außenkontrolle) erhalten. Damit können Sie zum Beispiel die technische Umrüstung auf erneuerbare Energien realisieren:

  • Ihre Heizungsanlage modernisieren
  • eine Windkraftanlage oder Wasserkraftanlage bauen
  • eine KWK-Anlage anschaffen
  • die Ölheizung gegen eine Biogasanlage tauschen
  • Photovoltaikanlangen auf dem Dach installieren
  • Stromspeicheranlagen oder Batteriespeicher kaufen
  • Wärme-/Kältenetze oder Wärme-/Kältespeicher nutzen

Wie die BAFA-Förderung funktioniert, erfahren Sie ebenfalls bei uns.