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Geld sparen mit dem Heizungscheck:
Ist Ihre Heizung fit für den Winter?

Die sieben nachhaltigsten Tipps, um Ihre Heizung effizienter zu machen

Die kalte Jahreszeit bricht an und damit auch die Heizperiode. Jetzt ist es an der Zeit, die Heizungsanlage zu warten, damit diese ordnungsgemäß funktioniert. So sparen Sie sich Ärger und gleichzeitig viel Geld. Mit unserer Checkliste machen Sie Ihre Heizung im Handumdrehen winterfest:

1.    Heizungskreislauf entlüften

Ihre Heizkörper werden nicht richtig warm, gluckern oder gurgeln? Dann befindet sich vermutlich Luft im Heizungskreislauf. Diese können Sie ganz einfach selbst ablassen. Dazu stellen Sie zunächst die Umwälzpumpe ab. Ist das nicht möglich, weil Sie zum Beispiel zur Miete wohnen, schließen Sie den Heizkreislauf. Dann warten Sie eine Stunde, damit die Luft nach oben steigen kann. 

Jetzt drehen Sie den Thermostaten voll auf und öffnen das Ventil. Halten Sie einen Lappen und einen Eimer bereit und lassen Sie die Luft ab. Sobald Wasser austritt, schließen Sie das Ventil wieder. Eventuell brauchen Sie für das Heizungsventil einen speziellen Schlüssel, den Sie aber in jedem Baumarkt kaufen können. 

Die Entlüftung müssen Sie an allen Heizkörpern, die nicht richtig warm werden, einzeln durchführen. Sind alle Heizkörper entlüftet, können Sie die Umwälzpumpe wieder anstellen. 

Etwa 1,5 Prozent Heizkosten können Sie pro Jahr mit dieser simplen und schnell durchführbaren Maßnahme einsparen. 

2.    Wasserdruck prüfen

Damit Ihre Heizkörper richtig warm werden, muss der Wasserdruck im Heizkreislauf stimmen. Diesen lesen Sie am Manometer Ihrer Heizungsanlage ab. Nachdem Sie die Heizungen entlüftet haben, befindet sich in der Regel zu wenig Wasser im Kreislauf. Bitte füllen Sie nicht einfach nur Leitungswasser nach. Greifen Sie stattdessen zu enthärtetem oder entsalztem Wasser, um die Rohre im Heizungssystem zu schonen.

Achtung: Der Verlust eines halben Liter Wassers pro Jahr ist normal. Sollten Sie jedoch einen erheblich höheren Wasserverlust im System feststellen, ist es an der Zeit einen Fachmann hinzuziehen. Dieser prüft den Heizkreislauf auf ein Leck.

3.    Heizkessel reinigen

Diese Wartungsarbeit sollten Sie jedes Jahr durchführen, um die Effizienz Ihrer Heizung zu steigern. Bei der Kesselreinigung werden Ruß und Dreck vom Wärmetauscher entfernt. 

Der Wärmetauscher ist ein zentrales Bauteil Ihrer Heizungsanlage. Er überträgt die Wärmeenergie der Abgase auf das Medium (Wasser) im Heizungskreislauf. Je besser das funktioniert, umso mehr Wärme kommt bei Ihnen im Haus an. Umgekehrt heizen Sie buchstäblich die Energie aus dem Schornstein heraus, wenn der Wärmetauscher seine Arbeit nicht korrekt verrichtet. 

Das Reinigen des Heizkessels verbessert also die Leistung und senkt gleichzeitig die Abgastemperatur erheblich. Jeder Millimeter entfernter Ruß senkt die Abgastemperatur im Schnitt um 30 bis 40 C° beziehungsweise der Brennstoffverbrauch um 5 Prozent. 

Achtung: Wer nie seinen Heizkessel reinigt, der zahlt nicht nur drauf, er riskiert auch einen technischen Defekt. Abgasrohre aus Kunststoff können schmelzen. Ab einem kritischen Wert schaltet sich die Heizungsanlage deshalb in den Störbetrieb. Spätestens dann müssen Sie den Installateur anrufen. 

In der Regel wird für die Kesselreinigung ein Fachmann beauftragt. Manche Hausbesitzer reinigen den Kessel auch selbst, was mit viel Dreck und oftmals keinem optimalen Ergebnis einhergeht. Also sollten Sie besser den Heizungsinstallateur beauftragen. Wollen Sie trotzdem selbst Hand anlegen, dann erkundigen Sie sich vorher beim Hersteller des Kessels, welche Reinigungsmittel und Utensilien er empfiehlt.

 

4.    Brennerdüsen austauschen

Diese Arbeit erledigt der Fachmann bei Bedarf gleich bei der Reinigung des Heizkessels mit. Der Austausch muss allerdings nicht jedes Jahr erfolgen. Solange die Abgaswerte in Ordnung sind, also CO2 und Kohlenmonoxid (CO) im richtigen Bereich liegen, ist alles okay. Bei erhöhten CO-Werten müssen Sie aber schnell handeln, denn es droht Vergiftungsgefahr.

Brennerdüsen kosten nicht viel. Ungefähr 10 Euro müssen Sie für das Bauteil veranschlagen. Hinzu kommen noch die Kosten für den Monteur. 

 

5.    Hydraulikabgleich vereinbaren

Ein Hydraulikabgleich lohnt sich in den allermeisten Fällen, denn kaum eine Heizungsanlage funktioniert einwandfrei. Experten schätzen, dass nur 10 Prozent aller Heizungen effizient arbeiten. Unterschiedlich dicke Zulaufrohre oder einfach die Tatsache, dass manche Heizkörper näher am Heizkessel liegen als andere, führt dazu, dass sich die Wärme nicht gleichmäßig im Haus verteilt. So werden manche Heizungen viel zu heiß, während andere nur lauwarm werden.

Bei einem Hydraulikabgleich wird das komplette Heizsystem überprüft und optimal eingestellt. Der Fachmann rechnet für jeden Raum die benötigte Heizleistung aus und stellt anschließend die Heizung selbst und alle Heizkörper ein. Jetzt werden alle Rohre und Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt.

Ein hydraulischer Abgleich dauert etwa 5 Stunden und kostet um die 500 Euro. Dazu können noch Kosten für die Nachrüstung von Thermostaten oder den Austausch der Wärmepumpe kommen. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen, denn danach funktioniert die Heizungsanlage einwandfrei. Die Heizkostenersparnis liegt bei bis zu 10 Prozent.

Übrigens: Den hydraulischen Abgleich können Sie sich noch bis Ende 2020 über das BAFA fördern lassen. Außerdem ist er eine der Voraussetzungen für einige KfW-Förderprogramme um Gelder zu erhalten.

6.    Heizungspumpe prüfen

Alte Heizungspumpen sind oftmals wahre Stromfresser. Der Austausch auf ein modernes Modell kann sich lohnen, denn Hocheffizienzpumpen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie. Während alte Pumpen etwa 860 kWh pro Jahr verbrauchen, schlagen neue Pumpen mit nur etwa 68 kWh auf. Das entspricht einer Kostenersparnis von 230 € im Jahr. Innerhalb von zwei bis drei Jahren hat sich diese Investition amortisiert.

Der Staat fördert eine Umrüstung sogar. Sie können zum Beispiel beim BAFA eine Förderung von bis zu 30 Prozent der Kosten für hocheffiziente Heizungs-Umwälzpumpen oder eine Warmwasser-Zirkulationspumpe beantragen.

Eine andere Anlaufstelle für Fördermittel ist die KfW-Bank. Hier können Sie über das Programm 152 und 430 Zuschüsse für den Austausch Ihrer Heizungspumpe bekommen. Dabei können Sie zwischen einem Kredit mit Tilgungszuschuss (KfW-Programm 152) oder einem Direktzuschuss (KfW-Programm 430) mit jeweils maximal 20 Prozent der Anschaffungskosten wählen.

7.    Heizkörper reinigen

Sie haben alle Schritte befolgt und sind trotzdem mit der Heizleistung unzufrieden? Das kann auch an schmutzigen Heizkörpern liegen. Eine dicke Staubschicht wirkt wie ein Thermoanzug. Deswegen gehören alle Heizkörper vor dem Beginn der Heizperiode gereinigt.

Und so geht es ganz einfach:

Von außen reinigen Sie die Heizkörper einfach mit einem Lappen. Die innen liegenden Lamellen können Sie mit einer Bürste reinigen und mit dem Staubsauger absaugen. Dafür entfernen Sie zunächst die obere Abdeckung. Legen Sie anschließend ein feuchtes Tuch unter den Heizkörper, um den austretenden Schmutz aufzufangen. Sie können die Heizkörper auch mit einer Blumenspritze leicht mit Wasser benetzen. Das bindet den Staub ebenfalls.

Noch einfacher geht es mit einem Föhn. Legen Sie ein feuchtes Tuch unter den Heizkörper und pusten Sie mit dem Föhn von oben hinein. So entfernen Sie ohne weitere Hilfsmittel den Staub zwischen den Lamellen.

Die Reinigung der Heizkörper hat übrigens einen angenehmen Nebeneffekt. Sie beugen damit auch der staubigen Heizungsluft vor, die sonst durch ihre Wohnung wirbeln würde und sorgen so für ein angenehmes Raumklima.